{"id":144,"date":"2018-12-18T15:45:46","date_gmt":"2018-12-18T15:45:46","guid":{"rendered":"http:\/\/bi-wehraecker.de\/?page_id=144"},"modified":"2019-02-26T16:35:05","modified_gmt":"2019-02-26T16:35:05","slug":"natur-und-umwelt","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ogb-abstatt.de\/?page_id=144","title":{"rendered":"Natur und Umwelt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Das stille Sterben der Arten!<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Aus einer Ver\u00f6ffentlichung Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) 26.2.2019:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-417\" src=\"http:\/\/bi-wehraecker.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/gartenschlaefer-300x150.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/ogb-abstatt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/gartenschlaefer-300x150.jpg 300w, http:\/\/ogb-abstatt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/gartenschlaefer.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Viele Arten sterben leise und unbemerkt. Zum Beispiel der Garten\u00adschl\u00e4fer. Der kleine Ver\u00adwandte des Sieben\u00adschl\u00e4fers kommt aus\u00adschlie\u00dflich in Europa vor. Ein gro\u00dfer Teil in Deutsch\u00adland. <strong>Doch vieler\u00adorts ver\u00adschwindet er spurlos.<\/strong> Warum, ist bislang v\u00f6llig unklar.\u00a0<\/p>\n<p>Der kleine Nager, dessen markante Augen\u00adpartie an Zorro\u2019s Maske erinnert, ist eigent\u00adlich recht an\u00adpassungs\u00adf\u00e4hig. Daher ist sein Ver\u00adschwinden ein deut\u00adliches Warn\u00adsignal f\u00fcr das gesamte \u00f6ko\u00adlogische Gleich\u00adgewicht. <strong>Immer mehr Arten k\u00e4mpfen in Deutsch\u00adland um das \u00dcber\u00adleben. <\/strong>Das Insekten\u00adsterben hat die sicht\u00adbarsten Aus\u00adwirkungen. Aber auch die Europ\u00e4ische Wild\u00adkatze, der Fisch\u00adotter oder das kleine zarte Moor\u00adveilchen sind bedroht. Es ist enorm viel Sand im Getriebe unseres \u00d6ko\u00adsystems.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Artenvielfalt ist die Grundlage funktionierender \u00d6kosysteme (Biodiversit\u00e4t)<\/strong><\/p>\n<p><strong>So helfen wir Garten\u00adschl\u00e4fer, Wild\u00adbienen und anderen Arten:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lebensr\u00e4ume erhalten:\u00a0<\/strong>Der Verlust von Lebens\u00adr\u00e4umen ist eine zentrale Ur\u00adsache des Arten\u00adsterbens. Hier setzen wir an. Wir schaffen und erhalten Lebens\u00adr\u00e4ume, indem wir z.B. Acker\u00adrand\u00adstreifen, Hecken oder Streu\u00adobst\u00adwiesen pflanzen und pflegen. Ein Nahrungs\u00adparadies und sicherer Unter\u00adschlupf f\u00fcr Garten\u00adschl\u00e4fer, Wild\u00adbienen und viele andere Arten.<\/p>\n<p>Ein Besuch der Kleing\u00e4rten und der angrenzenden Biotope im Gebiet &#8222;Wehr\u00e4cker&#8220; lohnt sich: Viele Insektenhotels, Nistk\u00e4sten, Trocksteinhaufen, Igelrefugien und Feuchtstellen locken auch seltene Arten zu uns &#8211; helft uns diesen Lebensraum zu erhalten!\u00a0<\/p>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Biotopverbund und Schutz von Natur und Umweltz<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Michael Gro\u00df, Dipl.Biologe: Auf dem Gebiet s\u00fcdlich der Schozach und westlich der Bebauungsgrenze von Abstatt hat sich trotz der ansonsten intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen ein wertvoller Biotopverbund zwischen der Bachaue der Schozach, der \u00f6kologisch bewirtschafteten und abwechslungsreich angelegten Kleingartenanlage Wehr\u00e4cker, den Streuobstwiesen und dem dichten Busch- und Baumg\u00fcrtel des ehemaligen altw\u00fcrttembergischen Landgrabens entwickelt (Albverein: ein Preisgekr\u00f6nter Wanderweg entlang des Landgrabens <a href=\"https:\/\/www.albverein-lauffen.eu\/heimat\/landgraben\/\">https:\/\/www.albverein-lauffen.eu\/heimat\/landgraben\/<\/a>).&nbsp;<br>Dieser Biotopverbund weist viele seltene Pflanzen und Tiere auf wie Aufrechte Trespe, Wiesen-Flockenblume und Rundbl\u00e4ttrige Glockenblume und dient der Zauneidechse, der Kreuzkr\u00f6te, verschiedenen Schmetterlingen sowie \u2013 zusammen mit den angrenzenden Streuobstwiesen und der Schozachaue \u2013 der Vogelwelt als Lebensraum. Eine lebendige und vielgestaltige Population von Flederm\u00e4usen, darunter auch Individuen vom Aussterben bedrohter Fledermausarten, findet hier ebenfalls seine Heimat.  H\u00fchnles\u00e4cker\/Auenstein \u2013 Spezielle artenschutzrechtliche Pr\u00fcfung nach \u00a7 44 BNatSchG &#8222;In Baden-W\u00fcrttemberg gilt das Graue Langohr als vom Aussterben bedroht. F\u00fcr die Breitfl\u00fcgelfledermaus sowie den Kleinabendsegler liegt eine starke Gef\u00e4hrdung vor. Die Bart- und Zwergfledermaus werden in Baden-W\u00fcrttemberg als gef\u00e4hrdet eingestuft. Der Abendsegler wird als gef\u00e4hrdete wandernde Tierart betrachtet. In der Roten Liste Deutschlands wird das Graue Langohr als stark gef\u00e4hrdet gef\u00fchrt. Die Bartfledermaus und der Abendsegler gelten als Arten der Vorwarnliste. Die Zwergfledermaus wird als ungef\u00e4hrdete Art aufgef\u00fchrt. Die Datenlage zum Kleinabendsegler ist unzureichend. F\u00fcr die Breitfl\u00fcgelfledermaus wird eine Gef\u00e4hrdung mit unbekanntem Ausma\u00df angenommen. Die Transektbegehungen und die automatischen Lautaufzeichnungen erbrachten ein typisches Arteninventar f\u00fcr Randbereiche von Siedlungen mit Geh\u00f6lzstrukturen und Obstwiesen. &#8222;.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders die nordexponierten vegetationslosen Lehmbodenstufen des ehemaligen Landgrabens bieten H\u00f6hlen- und Bodenbewohnern ideale Nist- und Wohnm\u00f6glichkeiten. Den Lehmwespen und T\u00f6pferwespen (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Solit%C3%A4re_Faltenwespen\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Solit%C3%A4re_Faltenwespen<\/a>) dient dieser einzigartige Naturraum als Substrat f\u00fcr den Bruth\u00f6hlenbau. Der reiche Bestand an Totholz und nat\u00fcrlichen Hohlr\u00e4umen in diesem Bereich dient auch Gelbbauchunken (Bombina variegata ) und Kreuzkr\u00f6ten ( Bufo calamita ) als Winterquartier.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das geplante Baugebiet H\u00fchnles\u00e4cker auf Auensteiner Gemarkung wurden ausdr\u00fccklich Ausgleichfl\u00e4chen&nbsp; in Bereichen entlang der Schozach in Richtung Abstatt oder die Hochfl\u00e4che zwischen Auenstein und Abstatt vorgeschlagen. Eine Beeintr\u00e4chtigung von Abstatter Seite verbietet sich daher aus Gr\u00fcnden des Naturschutzes.<a href=\"https:\/\/www.albverein-lauffen.eu\/heimat\/landgraben\/\">&nbsp;<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>weitere Informationen siehe: <\/strong>Spezielle artenschutzrechtliche Pr\u00fcfung &#8211; Bebauungsplan H\u00fchnles\u00e4cker Ilsfeld-Auenstein<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ilsfeld.de\/resources\/ecics_729.pdf\">https:\/\/www.ilsfeld.de\/resources\/ecics_729.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abstatt (Quelle Ortslexikon BadenW\u00fcrttemberg): Aufgrund ihrer geringen Fl\u00e4che ist die Gemeinde relativ dicht besiedelt.<\/strong> Fast ein Viertel ist \u00fcberbaut, 48 Prozent entfallen auf landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen und 28 Prozent auf Wald. Die zumeist fruchtbaren B\u00f6den werden landwirtschaftlich intensiv genutzt. Zwei Drittel sind Ackerland, bevorzugt auf L\u00f6ss, gefolgt von flurbereinigtem Rebland an den H\u00e4ngen des Gipskeupers, des Schilfsandsteins und der Unteren Bunten Mergel. Die gr\u00f6\u00dften Weinbaufl\u00e4chen befinden sich am Helfenberg, bei Burg Wildeck und s\u00fcdlich von Happenbach. Wiesen, \u00fcberwiegend in der Bachaue der Schozach, und Streuobstwiesen machen nur 13 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che aus. Die Streuobstwiesen sind vor allem durch Siedlungserweiterungen stark zur\u00fcckgegangen. Da sie aber vielf\u00e4ltige und bedeutende Funktionen haben \u2013, genannt seien nur die Lieferung von Obst, der hohe Stellenwert f\u00fcr die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Naherholung und das attraktive Landschaftsbild \u2013 m\u00fcssen sie erhalten und gepflegt werden. Die 270 Hektar Wald konzentrieren sich ausschlie\u00dflich auf das Bergland der L\u00f6wensteiner Berge, auf die Gewanne Rehsteige, Wanne, Fuchsrain und Schellenrain sowie den Nordhang des Steinbergs.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Bild einer bereits relativ dicht bebauten Gemeinde im l\u00e4ndlichen Raum um den st\u00e4dtischen Verdichtungsraum Heilbronn passt so gar nicht zu dem vom B\u00fcrgermeister bei der Gemeinderatssitzung am 11.12.2018 so hervorgehobenen &#8222;herrschenden Wohnungsnot in der Region&#8220; und dem darauf begr\u00fcndeten &#8222;Bedarf an gr\u00f6\u00dferen (vier bis sechs Ar) und h\u00f6herwertigen Grundst\u00fccken&#8220;. Eine ohnehin bereits \u00fcberdurchschnittlich stark bebauten Gemeinde ist sicher nicht geeignet, gro\u00dfr\u00e4umige Bebauung weiter zu f\u00f6rdern. Dies zudem noch vor dem Hintergrund der prognostizierten Urbanisierung und dem Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in den l\u00e4ndlichen R\u00e4umen (siehe Strukturbericht Region Heilbronn-Franken 2015: <a href=\"https:\/\/www.regionalverband-heilbronn-franken.de\/files\/Download\/strukturbericht2015.pdf\">https:\/\/www.regionalverband-heilbronn-franken.de\/files\/Download\/strukturbericht2015.pdf<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Abstatt ist nicht gerade reich an kulturhistorischen interessanten Denkm\u00e4lern. Umso mehr sollten die vorhandenen gehegt und gepflegt werden. Der altw\u00fcrttembergische Landgraben, der im Gemeindegebiet Abstatt an 2 Stellen noch sichtbar ist, geh\u00f6rt sicher dazu:  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrttembergischer_Landgraben\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrttembergischer_Landgraben<\/a> Dieses Kulturdenkmal in Mitleidenschaft zu ziehen wegen eines un\u00fcberlegt und \u00fcberhastet mitten in den Au\u00dfenbereich der Kerngemeinde gepflanzten Neubaugebietes ist nicht vertretbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aus: <\/strong> Johannes Meyer Nachhaltige Kommunalpolitik ist m\u00f6glich Zur Durchsetzung einer nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung ISBN 978-3-96006-002-4 138 Seiten, 14,8 x 21cm, 22,95 Euro oekom verlag, M\u00fcnchen 2017 \u00a9oekom verlag 2017 www.oekom.de: <\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;..<em>Ein letztes Nachhaltigkeitsziel betrifft den Naturverbrauch. Dieser muss so weit eingeschr\u00e4nkt werden, dass der progressive Artenschwund deutlich zur\u00fcckgeht. Im dicht besiedelten Deutschland tragen St\u00e4dtebau und Verkehr neben der konventionellen Landwirtschaft am meisten zur Naturzerst\u00f6rung bei. Deshalb strebt man hier vorrangig eine Senkung des bis heute best\u00e4ndig zunehmenden Naturverbrauchs durch immer neue Baugebiete und Verkehrswege an. Aber selbst wenn alle St\u00e4dte in Zukunft auf Wachstum vollst\u00e4ndig verzichten w\u00fcrden, was politisch kaum durchsetzbar erscheint, w\u00fcrde das ja noch keine Verminderung der Belastungen bewirken, denen die Natur heute schon nicht mehr gewachsen ist.  Die Naturschutzbewegung in Deutschland ging in ihren Anf\u00e4ngen von den bedrohten Arten aus; man denke etwa an Kr\u00f6tenrettungsaktionen von BUND und NABU. Das ist auch weiterhin richtig, aber angesichts der Tatsache, dass inzwischen bis zu 70 Prozent der Arten in den verschiedenen Abteilungen der Flora und Fauna auf den Roten Listen der bedrohten Spezies stehen, ebenfalls nicht mehr ausreichend. Alle Pflanzen und Tiere sind nur lebensf\u00e4hig in Gemeinschaften von mehreren 100 oder 1000 Spezies, die voneinander abh\u00e4ngig sind (\u00bbBiotope\u00ab). Ein Massenaussterben von Arten wie derzeit l\u00e4sst daher immer mehr Arten untergehen. Es ist wie eine Kettenreaktion. Diese Entwicklung l\u00e4sst sich nur aufhalten, wenn man nicht nur einzelne Arten, sondern auch ihre Lebensr\u00e4ume erh\u00e4lt. Weiter ist auf eine ausreichende Gr\u00f6\u00dfe des einzelnen Naturschutzgebiets zu achten, da zu kleine Biotope schnell zur Artenverarmung f\u00fchren. Im Ballungsgebiet an Rhein und Ruhr beispielsweise sind heute schon alle vorhandenen Schutzgebiete zu klein. Daher sind sie zu ihrer dauerhaften Erhaltung miteinander zu verbinden, damit ein Artenaustausch stattfinden kann. Auch ist jede Biotopart getrennt zu vernetzen: die W\u00e4lder, flie\u00dfende Gew\u00e4sser und Feuchtgebiete, Meeres- und K\u00fcstenbiotope usw. Auch die Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist in erster Linie eine kommunale Aufgabe<\/em>. &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleing\u00e4rten helfen gegen Insekten- und Vogesterben<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-summende-garten\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"2k8mYVrBsA\"><a href=\"https:\/\/summende-gaerten.de\/biotope-anlegen\/\">Biotope anlegen<\/a><\/blockquote><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/summende-gaerten.de\/biotope-anlegen\/embed\/#?secret=2k8mYVrBsA\" data-secret=\"2k8mYVrBsA\" width=\"525\" height=\"296\" title=\"&#8222;Biotope anlegen&#8220; &#8212; Summende G\u00e4rten\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption>Die Kleingartenanlage &#8222;Wehr\u00e4cker&#8220;ist ein wertvolles Biotop und hilft dem Artensterben entgegen zu wirken!<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<div class=\"wpulike wpulike-default \" ><div class=\"wp_ulike_general_class wp_ulike_is_not_liked\"><button type=\"button\"\n\t\t\t\t\tdata-ulike-id=\"144\"\n\t\t\t\t\tdata-ulike-nonce=\"b49f05f1e6\"\n\t\t\t\t\tdata-ulike-type=\"likeThis\"\n\t\t\t\t\tdata-ulike-status=\"1\" class=\"wp_ulike_btn wp_ulike_put_image wp_likethis_144\"><\/button><span class=\"count-box\">0<\/span>\t\t\t<\/div><\/div>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das stille Sterben der Arten! 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